Keine neuen Autobahnen im Jahr 2021: Klimastreik gegen Autolobby und für Mobilitätswende!

Keine neuen Autobahnen im Jahr 2021: Klimastreik gegen Autolobby und für Mobilitätswende!

Klimamusterstadt oder Lobauautobahn? Das ist hier die Frage. Geht es nach der Bundesregierung und der Asfinag, soll noch heuer mit dem Bau des Autobahnprojektes begonnen werden. Aus diesem Grund rufen Bürgerinitiativen und die Klimaschutzbewegung aus Fridays for Future, System Change not Climate Change, Extinction Rebellion und Platz für Wien diesen Freitag, 28. Mai, zum gemeinsamen Klimastreik mit FFP2-Maske und Abstand auf, der um 13 Uhr am Schwarzenbergplatz beginnen wird.

Nachdem vor zwei Wochen eine Demonstration gegen die Blockadehaltung der Wirtschaftskammer stattfand, wollen die Aktivist*innen diesmal die Industriellenvereinigung adressieren: "Die Industriellenvereinigung muss einsehen, dass das Zeitalter der Verbrennungsmotoren vorbei ist. Klimaneutralität ist nur möglich, wenn es verbindliche Ausstiegsziele für Kohle, Öl und Gas gibt. Dazu zählt auch der Baustopp von neuen Autobahnen," so Mit-Organisator Simon Pories von Fridays For Future.

Die Stadt Wien hat die Verantwortung für die vierspurige Stadtstraße Aspern, weshalb der Demozug vor das Rathaus zieht und die Beendigung dieses Projekts fordert. "In Wien werden zwei Drittel des Straßenraums dem Autoverkehr zur Verfügung gestellt, obwohl nur ein Drittel der Menschen ein Auto besitzt. Bei jedem kleinen Radweg wird uns vorgerechnet, wie teuer das nicht ist, aber für eine vierspurige Straße ist anscheinend genug Geld da. Für wen wird hier Politik gemacht? Für den Profit von Baukonzernen, aber sicher nicht für die breite Bevölkerung. Sozialdemokratie in Zeiten der Klimakrise muss anders gehen!", kritisiert Fridays For Future Aktivistin Veronika Winter.

Auch die Asfinag steht als Bauherrin der Lobauautobahn schwer in der Kritik. Gefordert wird die Umstrukturierung der Asfinag zu einem Unternehmen, dessen Geschäftsmodell die Klimakrise nicht länger anheizt.

Der Protest endet schließlich vor dem Klimaministerium. Hier wird die Bundesregierung an ihre Verantwortung erinnert, den Bau des klimaschädlichen Lobautunnels abzusagen. "Wir fordern die Politik auf, nicht länger auf die Baukonzerne zu hören, sondern endlich klimafreundliche Verkehrspolitik zu machen, mit der die Menschen wirklich von Lärm und Abgasen befreit werden!", schließt Simon Pories von Fridays For Future. "Das Festhalten an fossilen Großprojekten zeigt, dass die Politik die Dringlichkeit der Klimakrise noch immer ignoriert!"

Weitere Proteste geplant

Der Streik schließt an den Protest Ende April an, bei dem 1500 Menschen in einer Fahrraddemo die geplanten Baugebiete rund um die Lobau besichtigt haben. Nun wird der Klimastreik in die Stadt zu den politisch Verantwortlichen getragen. Weitere Proteste sind geplant, darunter eine Demo am 3. Juni, dem Weltfahrradtag.

Details zu den Betonprojekten: #lobaubleibt - Fridays For Future Austria

Facebook-Event: (20+) Demo #MobilitätswendeJetzt - Lobauautobahn & Stadtstraße verhindern! | Facebook

Demoroute: https://twitter.com/SystemChangeAT/status/1397575284896018435?s=20

Rückfragen und Kontakt

Simon Pories (0681 81 87 68 33)

Veronika Winter (0680 13 26 390)

Kontakt

Simon Pories

Veronika Winter