Unser Budget, unsere Zukunft: Fridays For Future fordert mit Schülerprotest Ende von Förderungen für Öl und Gas

Foto: Mira Hager

Wien – Fridays For Future protestierte am Freitag, 24. April, mit 2.500 Schüler*innen am Heldenplatz für den Schutz ihrer Zukunft. Die jungen Menschen fordern ein Ende von Finanzspritzen für Öl und Gas. Klimaschädliche Förderungen haben keinen Platz in unserem Budget, hieß es. Mit einem 570 Meter langen Seil zeigten die Schüler*innen, wieviel Geld jährlich in die Zerstörung ihrer Zukunft fließt. Währenddessen fehlen finanzielle Mittel dort, wo es dringend gebraucht würde - bei günstigen Öffis, der Energiewende, dem Bildungssystem und in der Pflege. Vor Ort wurde zudem ein Mailprotest ausgerufen.

„In dem Moment, wo Öl und Gas besser unterstützt wird als leistbare Öffis, Solarpanele auf den Dächern und Pflegekräfte in den Krankenhäusern, wird uns das Recht auf Zukunft verwehrt!”, kritisiert Sofia Scherer (Fridays For Future) und richtet damit einen klaren Appell an das Finanzministerium Marterbauer und seinen Koalitionspartner ÖVP.

570 Meter Seil spannten die Protestierenden über den Platz, jeder Dezimeter steht für 1 Million Euro, die jährlich investiert werden, und damit dem Klima schaden. 5,7 Mrd. Euro, mit denen stattdessen die Anzahl an Pflegekräften in Österreich verdoppelt werden, oder 40% der Bevölkerung ein Erwachsenen-Klimaticket geschenkt bekommen könnten.

„Die Förderpolitik der Bundesregierung ist aus dem letzten Jahrtausend. Wir geben heute Geld aus, um morgen Klimaschäden und Strafzahlungen oben drauf zu blechen.“, so Laila Kriechbaum’s Appell für die Abschaffung der klimaschädlichen Förderungen. “Öl und Gas sind teuer und können niemals verlässlich sein. Das haben uns die letzten Wochen mehr als bitter gezeigt. Wer sie mit Förderungen künstlich am Leben hält, hat Wirtschaftspolitik wohl noch nicht verstanden.“

Die Protestierenden fordern daher das Dienstwagen- und Dieselprivileg sozial gerecht zu ökologisieren, die Flugticketabgabe an das Modell von Deutschland anzupassen, die Stellplatzverpflichtung zu streichen und den Rahmen der Wegekostenrichtlinie besser zu nutzen, indem die LKW-Maut angehoben wird. (1)

In einer krisengebeutelten Zeit wie dieser müsste die Regierung durch Investitionen in erneuerbare Energien ein klares Signal an Bevölkerung, heimische Wirtschaft, Wissenschaft und Zukunft senden und endlich Verantwortung übernehmen.

Um die Regierung weiter zur Verantwortung zu ziehen, kündigt Fridays For Future bereits den nächsten Protest am 22.05., zwei Wochen vor der Budgetrede, an.

(1) https://fridaysforfuture.at/klimaschadliche-forderungen

Foto: Mira Hager