Fridays For Future konfrontiert Nehammer und kündigt Weltweiten Klimastreik am 15.09. an

Am 15. September ist es wieder soweit: Fridays For Future Austria ruft zum nächsten Weltweiten Klimastreik auf. Das Versagen in der Klimapolitik von Regierungschefs wie Bundeskanzler Nehammer gibt den Aktivist*innen jeden Grund zu internationalen Protesten.

Im Zuge des 4GameChangers Festivals konfrontierte Fridays For Future Austria den Bundeskanzler Karl Nehammer mit Fakten. Klimaaktivistin Paula Dorten richtete sich mit einer klaren Botschaft an den Kanzler: “Herr Bundeskanzler, Sie haben versagt. Sie machen Ihren Job nicht.” Es folgte lauter Applaus aus dem Publikum (siehe Video). Zwar schmückt sich der Kanzler mit ambitionierten Klimazielen, doch jährlich fließen Milliarden in klimaschädliche Subventionen und Österreichs Klimapolitik erfüllt bei Weitem nicht einmal das Mindestmaß der Notwendigkeit. Die Auswirkungen der Klimakrise sind mittlerweile auch mitten in Europa unübersehbar: Tödliche Überschwemmungen, der Notstand wird ausgerufen, Zehntausende sind ohne Strom, die Schulen bleiben geschlossen, zerstörte Obst- und Gemüseplantagen mit Schäden in Milliardenhöhe, Autobahnen sind unbefahrbar. “Was macht der Kanzler? Er veranstaltet einen Autogipfel und verkündet stolz, Österreich werde Autoland bleiben, komme was wolle.” Da fragt sich die Aktivistin: Wann der Kanzler endlich vom Spielverderber zum Gamechanger wird?

Der Vortrag des Bundeskanzlers unter dem Motto “10 minutes of innovation” beim 4GameChangers Festival bestand aus nicht mehr als leeren Floskeln und geübter Rhetorik. Wenige Minuten danach wurde er von Fridays-For-Future-Aktivistin Klara König zur Rede gestellt (siehe Video). Denn seit mittlerweile 2,5 Jahren ist ein wirksames Klimaschutzgesetz, das auch die Kinderrechte schützt, überfällig. Kanzler Nehammer glänzte während der Konfrontation mit bedenklichen Aussagen. Sager wie: “Also zum Einen machen wir sehr viel wegen der Klimakrise” oder “Österreich ist ein gutes Land” zeugen von Selbstüberschätzung. Fakt ist: Österreich ist eines der wenigen Länder der EU, in denen die Emissionen im Vergleich zu 1990 nicht gesunken sind, und ist damit drauf und dran, seine Klimaziele zu verfehlen. Die Folgen? Laut Rechnungshof drohen Strafzahlungen von 9 Milliarden Euro und Schäden durch Katastrophen- und Extremwetterereignisse, welche bereits jetzt jährlich rund 1 Milliarde Euro betragen. Die Aktivist*innen sollten dem Kanzler zuhören, merkte er mehrmals an. Zugehört wurde ihm bereits aufs Wort genau in den letzten Monaten, in seiner Rede zur Zukunft der Nation und seinen “10 minutes of innovation” - die notwendige Kursänderung in der Klimapolitik blieb aus.

Nur wenige Stunden vor der Konfrontation warnte die Weltwetterorganisation (WMO) vor Rekordwerten der globalen Durchschnittstemperatur in den nächsten 5 Jahren. So wird eben jenes Limit überschritten, das in Paris 2015 auch von Österreich feierlich besiegelt worden ist: die 1.5-Grad-Grenze. Die Folgen sind unberechenbar, die nächsten Jahre der Klimapolitik die entscheidendsten. Doch die Verantwortung liegt immer noch in den Händen derer, die sich lieber der Sabotage von Klimaschutzgesetzen hingeben. Weswegen Fridays For Future zum Weltweiten Klimastreik am 15. September aufruft und mit Hunderttausenden die Straßen für eine klimagerechte Welt füllen wird.


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Daniel Shams (Pressehandy)