Forderung an Bundesregierung: Raus aus teurem Öl – rein in sichere Energiepreise!

Foto: Stella Haller

Die rasant gestiegenen Energiepreise durch den Krieg im Nahen Osten setzt die Bevölkerung nicht nur akut unter Druck, sondern zeigt auch die fossile Abhängigkeit Österreichs, die über Jahrzehnte vorangetrieben wurde. Mit einer bildstarken Aktion fordern junge Menschen am Dienstagmorgen von der Regierung ein, das im Juni zu beschließende Doppelbudget klimafreundlich und frei von fossilen Förderungen zu schnüren. Vor Öl triefende Hände machen auf die Abhängigkeit von fossiler Energie aufmerksam, mit Schildern wird die Alternative sauberer, sicherer und stabiler Energie für Österreich hervorgehoben.

Wien, 10.03.2026 - Vor dem Bundeskanzleramt nehmen junge Menschen der Fridays For Future-Bewegung am Dienstagvormittag die Ölpreise als Anlass, um Erwartungen an zukünftige Budgetentscheidungen abzustecken: “Schmerzlich erfahren wir gerade, wie die Abhängigkeit von Öl uns fest im Griff hat. Der Preisschock ist keine Überraschung, sondern Ergebnis jahrzehntelanger träumerischer Wirtschaftspolitik, die uns tief in die Abhängigkeit von Öl und Gas getrieben hat.”, so Laila Kriechbaum, Sprecherin Fridays For Future.

Politische Antworten
“Das einzig wahre und langfristig verlässliche Entlastungsmodell ist die Investition in saubere, erneuerbare Energien und die Streichung weiterer fossiler Abhängigkeiten.”, so Kriechbaum. Durch eine Energiewende würde auch die heimische Wirtschaft mit ihre Arbeitsplätzen profitieren.

In den nächsten Wochen wird wieder ausverhandelt, wie der Staat Österreich seine Prioritäten in der öffentlichen Finanzierung setzen wird. Aktuell zeichnet sich ab, dass Steuergeschenke an Öl und Gas, sogenannte ‘klimakontraproduktive Subventionen’, auch die kommenden Jahre wieder eine Lücke in der Staatskasse hinterlassen werden.

Budgetreform als Antwort auf unsichere Preise
Die Abschaffung bzw. Reform der 5,7 Milliarden Euro klimaschädlichen Förderungen könnte das Budgetloch eindämmen und Geld für Investitionen in nachhaltige Energieformen frei machen. Konkrete Ökologisierungspläne mit Sozialem Ausgleich liegen dabei unter anderem vom Kontext-Institut für Klimafragen vor.

"Das nächste Budget darf die Last nicht auf die nächste Generation abschieben. Die vergangenen Tage zeigen uns: wir zahlen für die Abhängigkeit von Öl und Gas. Gerade einer sogenannten Wirtschaftspartei wie der ÖVP müsste längst bewusst sein, dass es nichts mit Innovation und ökonomischen Verständnis zu tun hat, jährlich Milliarden in einem rückschrittlichen Energiesystem versickern zu lassen. Dieses Geld könnte längst für einen Aufwind im Ausbau erneuerbarer Energien schaffen, den Sozialabbau verhindern und so für zukunftsfähige Strukturen in Österreich sorgen.”, so Kampagnensprecherin Sofia Scherer.

Um allen Bürger*innen die Möglichkeit zu bieten, sich mit der Forderung nach einer Ökologisierung des Budgets zu solidarisieren und die eigene Stimme zu nutzen, hat Fridays For Future eine Petition gestartet. Die Bevölkerung ist eingeladen, sich anzuschließen, um ein klares Raus aus Investitionen in teures Öl zu fordern.
Link zur Petition: https://mein.aufstehn.at/p/RausAusOel