Gr├Â├čter Klimastreik der Geschichte: Mehr als 150 000 gehen gegen die Unt├Ątigkeit der Politik auf die Stra├če

Earth Strike erreicht in ├ľsterreich Rekordbeteiligung

Heute, am 27. September, wurde Geschichte geschrieben. ├ľsterreichweit eroberten mehr als 150 000 Menschen die Stra├čen und forderten rasches Handeln im Kampf gegen die Klima- und Umweltkrise. Nach einer weltweiten Woche der Proteste und Aktionen wurden beim finalen Earth Strike in beinahe allen Landeshauptst├Ądten Rekordteilnehmer*innenzahlen verzeichnet. Alleine in Wien fanden sich nach ab f├╝nf vor Zw├Âlf bisher mehr als 80 000 zum finalen Gro├čstreik zusammen. Die Mobilisierung hatte zwei Tage vor den anstehenden Nationalratswahlen ihren H├Âhepunkt erreicht. Immer wieder wurde verk├╝ndet: ÔÇťKlimaschutz aufs Wahlplakat zu schreiben reicht uns nicht. Wir messen die Politik an ihren Taten!ÔÇŁ

Der Earth Strike in Wien wurde von einer noch nie dagewesenen Bandbreite an verschiedensten Organisationen, Gewerkschaften, NGOs und Initiativen aus Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft unterst├╝tzt, die allesamt eines klar machten: ├ľsterreichs Politik muss endlich ihre Verantwortung im Kampf gegen die Klimakrise wahrnehmen und ihren Beitrag zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens leisten. Die Klimakrise wird bei den Wahlen am Sonntag ein entscheidendes Thema sein.

Nationaler Klimanotstand auch nach der Wahl

Die zahlreichen Teilnehmer*innen des Earth Strike verdeutlichten mit dem heutigen Gro├čstreik: ÔÇ×Wir brauchen in der Klimapolitik keinen Stillstand mehr. Jetzt m├╝ssen Taten folgen!ÔÇť, nachdem das ├Âsterreichische Parlament vergangenen Mittwoch, 25. September, den nationalen Climate Emergency (1) ausgerufen hatte. Die lauten Rufe nach ambitionierter Klimapolitik werden rasche Klima- und Umweltschutzma├čnahmen wohl zum wichtigsten Thema in den Koalitionsverhandlungen machen.

Streik der Generationen: So laut und bunt wie noch nie

Die drei Demoz├╝ge starteten vom Westbahnhof, Praterstern und Hauptbahnhof und wurden von zahlreichen Aktionen und lauter Musik begleitet. Auch ein Kinderwagenblock ÔÇ×Babies For FutureÔÇť war mit dabei. Eine riesige, zwei Meter gro├če, selbstgebastelte Sanduhr verdeutlichte, wie wenig Zeit noch bleibt, um eine lebenswerte Zukunft zu sichern. Vor dem Verkehrsministerium setzten sich die tausenden Teilnehmer*innen des Demozugs in einem Sit-In auf die Stra├če und sangen: ÔÇ×Power To The PeopleÔÇť. Vor dem Haus des Meeres fand eine Schweigeminute in Gedenken an die Millionen von Opfern statt, die die Klimakrise bereits gefordert hat und noch fordern wird.

Mehr als 80 Organisationen traten an diesem historischen Tag gemeinsam auf. Jugendorganisationen wie die Pfadfinder*innen, die Muslimische Jugend ├ľsterreich, Kommunistische Jugend, die Katholische Jungschar und die ├ľsterreichische Gewerkschaftsjugend demonstrierten gemeinsam mit Vertreter*innen des Gesundheitswesens (├ľsterreichisches Rotes Kreuz), der Bildung (Teachers For Future, Betriebsrat der VHS Wien etc.), der Landwirtschaft (Farmers For Future, Bio Austria N├ľ und Wien etc. ), der Wirtschaft (Gr├╝ne Wirtschaft etc.) der Religionsgemeinschaften, von Umwelt-NGOs (Global2000, Greenpeace, WWF etc.), von Menschenrechtsorganisationen (Amnesty International, Caritas Wien, Volkshilfe, etc.), von politischen Organisationen (Plattform f├╝r eine menschliche Asylpolitik, System Change Not Climate Change etc.) bis hin zu zivilgesellschaftlichen Organisationen (#aufstehn, Klimavolksbegehren, etc.) und vielen mehr. Alle Unterst├╝tzenden unter www.klimaprotest.at.

Die Science Busters und Wiener S├Ąngerknaben sowie die K├╝nstler*innen Schmafu, PAENDA und dunkelbunt werden sich an der Abschlusskundgebung am Heldenplatz beteiligen. Der Earth Strike wird in Wien noch bis in die Abendstunden dauern und heute noch mehr Teilnehmer*innen bringen, aber vor allem in den n├Ąchsten Wochen noch Spuren hinterlassen. Die n├Ąchsten Klimastreiks sind bereits in Planung. ÔÇ×Wir werden so lange ├Âffentlichen Druck aufbauen, bis gehandelt wird: Die kommende Regierung hat die historische Verantwortung, ├ľsterreich auf den 1,5 Grad Pfad zu bringen!ÔÇť

Bildmaterial: https://we.tl/t-F4DVUMoRUK

Verweise:
Entschlie├čungsantrag zum Nationalen Climate Emergency: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/A/A_00935/index.shtml

Wissenschaftliche Bewertung der Parteiprogramme durch das Climate Change Center Austria: https://ccca.ac.at/wissenstransfer/informationsdokumente/ref-nekp-bewertung-parteipositionen-sept-2019

├ľkonom Karl Steininger, 20. 9.: Mangelndes Bekenntnis zum Pariser Abkommen gef├Ąhrdet die Zukunft ├ľsterreichs https://science.apa.at/site/natur_und_technik/detail?key=SCI_20190920_SCI39491352050658338



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