Build for Future


Wir sind BuildForFuture!

Wir sind/fordern/zeigen/schaffen/vernetzen Planungsdiziplinen und den Bausektor gegen die Klimakrise!
UND wir sind als junge FFF Allianz noch am Aufbau unserer Onlinepräsenz, quasi "under construction", also bleib gespannt!

Wenn du uns bis dahin erreichen willst, dann am besten per E-Mail: buildforfutureat@gmail.com
und WhatsApp

Im Folgenden geben wir dir noch einen Einblick in die vielen spannenden Themen, die uns beschäftigen und an denen wir schon gemeinsam arbeiten:

Planungsdiziplinen sind Schlüsseldisziplinen im sozial gerechten, nachhaltigen Klimaschutz und in der Anpassung an die Klimakrise. Nachhaltiger Umgang mit der Ressource Raum und Boden ist ein Schlüsselkriterium zur Reduktion der Treibhausgase in unserer Atmosphäre. BuildForFuture will gleichzeitig Beiträge zur Klimawandelanpassung und -bekämpfung leisten und aufzeigen, welchen Beitrag wir schon gegen die Klimakrise erbringen und verstärkt leisten müssen.

Als offizielle FridaysForFuture Allianz agieren wir als Expert*innen innerhalb der Planung und für den klimasensiblen Umgang mit der Bebauten Welt, Grünräumen, der Verkehrswende, Smartcity, des Erhalten und Schaffen von biodiversem und sozial nachhaltigem Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen, etc.


Momentan arbeiten wir an
:

… der Aktivierung und Vernetztung des Planungs- und Bausektors und haben neben Raumplaner*innen schon Personen aus der Architektur, Landschaftsplanung und dem Zivilingenieurwesen für uns gewinnen können.
… unserem öffentlichen Auftritt
… Lobbyarbeit bei Ministerien und ÖROK
… zwei LVAs an der TU mit 6 Ects
… einer Protestaktion im Kontext der neuen Förderperiode auf Europäischer Ebene mit Fokus auf "Flächenverbrauch"


Zu viel Beton pro Person

Aktion am 30.9. 9:00 Stock-im-Eisen-Platz

Bodenverbrauch und Bodenversiegelung zählen laut dem Umweltbundesamt zu den europaweit größten umweltpolitischen Herausforderungen. 

Der jährliche Bodenverbrauch in der EU entspricht mit rund 1.000 km² etwa der 2,5-fachen Fläche Wiens. In Ă–sterreich ist die Flächeninanspruchnahme trotz der knappen VerfĂĽgbarkeit  – nur 32.600 von 83.900 km² der Fläche stehen fĂĽr Wohnen, Verkehr und Landwirtschaft zur VerfĂĽgung – enorm. 2019 betrug sie rund 48 km², fast die Hälfte davon wurde versiegelt. 


Der fortschreitende Bodenverbrauch hat negative ökologische, wirtschaftliche und soziale Folgen. 

Die Inanspruchnahme der zumeist landwirtschaftlich genutzten Böden gefährdet die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln in Ă–sterreich, die Abhängigkeit von Lebensmittelimporten steigt von Jahr zu Jahr. 

Die Errichtung und Wartung von Siedlungs- und Verkehrsflächen verursachen Kosten, die zu einem ĂĽberwiegenden Anteil durch die Gemeindebudgets – aus den Einnahmen von Grund- und Kommunalsteuern – finanziert werden mĂĽssen. 

Ein hoher Flächenverbrauch verschlechtert die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Bei einer stagnierenden oder sogar abnehmenden Bevölkerungszahl führen große Flächenausweisungen zwangsläufig zu Leerständen im Siedlungsbestand. Die Attraktivität der betroffenen Städte und Gemeinden sinkt dadurch erheblich. Neue Baugebiete an Ortsrändern und eine lockere Siedlungsstruktur erhöhen den täglichen Zeitaufwand für deren Bewohnerinnen und Bewohner – beispielsweise durch längere Wege zum Arbeitsplatz.

Flächenversiegelung fĂĽhrt zu einer Veränderung des Mikroklimas und erhöhtem Hochwasserrisiko. Unversiegelter Boden nimmt Niederschläge auf, die dann langsam verdunsten und zu einer lokalen AbkĂĽhlung beitragen. Insbesondere Städte haben häufig einen hohen Versiegelungsgrad, Hitzeinseln und lokale Ăśberschwemmungen sind vorprogrammiert. 

Unversiegelte Böden agieren als natĂĽrliche Luft- und Wasserfilter. Zum einen binden sie Staubpartikel und verbessern die Luftqualität, zum anderen filtern sie Schadstoffe aus dem Wasser und sorgen somit fĂĽr sauberes Grundwasser. 

Versiegelter Boden verliert seine biologische Funktion und gefährdet die biologischer Vielfalt zum Beispiel durch die Zerschneidung und Einschränkung von Lebensräumen oder die verminderte Funktionalität von Ökosystemleistungen.

Unsere Forderungen – Sorgsamer Umgang mit der knappen Ressource Boden

Wir fordern ein gesellschaftliches Umdenken im Umgang mit der knappen Ressource Boden, denn flächenfressender Neu- und Ausbau ist kein geeignetes Vorgehen zur Gestaltung unseres Lebensraums. Im Gegenteil: Flächen mehrfach nutzen oder wiederverwenden, Schrumpfung und Rückbau zulassen – das ist nachhaltige Planung!4

Platzsparende Mobilität

Es mĂĽssen MaĂźnahmen gesetzt werden, die umweltfreundliche, emissionsarme und flächensparende Mobilitätsformen fördern und den motorisierten KFZ-Verkehr deutlich eindämmen. Dazu ist ein gut ausgebautes Rad- und FuĂźwegenetz und flächendeckender öffentlicher Verkehr notwendig. 

Flächensparende Siedlungsentwicklung

Siedlungsentwicklung darf nicht mehr auf der grĂĽnen Wiese erfolgen: Die Grundsätze der Raumplanung betreffend Nachverdichtung und Innenentwicklung mĂĽssen uneingeschränkt befolgt werden. Förderungen sollen nur mehr fĂĽr Projekte, die eine minimale Flächeninanspruchnahme aufweisen, vergeben werden. Zudem kann eine Leerstandsabgabe zu einer effizienteren Flächennutzung beitragen. Die Errichtung von Zweitwohnsitzen, das Horten von Bauland und die Spekulation mit Wohnimmobilien muss in Zukunft verhindert werden. 

Qualitatives statt quantitatives Management von Gewerbeflächen

Einkaufs- und Fachmarktzentren am Stadtrand beanspruchen sehr viel Fläche. Baubewilligungen dafĂĽr dĂĽrfen nur noch bei Nachweis der absoluten Notwendigkeit und wenn keine gut erreichbaren, geeigneten Flächen in Ortskernen verfĂĽgbar sind, erteilt werden. Ein verpflichtender Check mit Innenentwicklung und Leerstandsmanagement ist notwendig, um ungenutzte Flächen in zentraler Lage nutzen zu können, anstatt weiter fröhlich auf die grĂĽne Wiese zu bauen. Des Weiteren muss darauf geachtet werden, dass kompakt gebaut wird. Statt enorme Flächen fĂĽr Parkplätze zu versiegeln, sollte mehrstöckig gebaut werden, sprich es sollen Autos in Tiefgaragen und BĂĽros bzw. Wohnraum in höheren Stockwerken angedacht werden. Zusätzlich soll die Lage- und Entscheidungskompetenz fĂĽr die Bewilligung von Einkaufs- und Fachmarktzentren aus der kommunalen Kompetenz in  die regionale Ebene verlegt werden. Ă„ndern sich die Anforderungen an gewerblich genutzte versiegelte Flächen, kann Entsiegelung durch diesbezĂĽgliche Förderungen erfolgreich umgesetzt werden, wie es in Bayern der Fall ist.

Ökologisch verträglicher Tourismus

Vor allem der alpine Tourismus folgt häufig der Prämisse: größer ist besser. FĂĽr das Ă–kosystem der Alpen, dass mit zunehmender Höhe immer empfindlicher wird, hat das fatale Folgen. Skigebietserweiterungen, exzessive kĂĽnstliche Beschneiung und die Anreise mit dem eigenen PKW werden nach wie vor gefördert. Es braucht dringend ein österreichweites Vorgehen und ein verbindliches Planwerk zur umweltverträglichen Bewertung, Bestands- und Zukunftsentwicklung sowie Mobilitätsplanung im Tourismus. 

Flächenverbrauch bei der Verteilung von internationalen Mitteln in den Fokus stellen

Ă–sterreich muss sich auch auf EU-Ebene fĂĽr eine sozial-ökologische Gestaltung der Europäischen Kohäsionspolitik einsetzen. Die Gelder aus dem Europäischen Fonds fĂĽr regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gilt es in Ă–sterreich entsprechend den oben genannten Prinzipien und dem Pariser Klimaabkommen entsprechend umzusetzen. 

Kontinuierliches ĂĽberdenken der Planungsinstrumente 

Die Instrumenten der Raumplanung können im Bereich des Flächensparen bereits sehr viel bewirken. Um die Wirkmacht in Zukunft noch deutlich erhöhen zu können, braucht es ein "climate proofing" des Instrumentariums, das qualitativ und quantitativ bewertet, welcher Steuerungsansatz wie wirksam war und mit welchen Ă„nderungen zukĂĽnftig zusätzliche Wirkmacht entfaltet werden kann. 

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