Fridays For Future Austria

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SARS-CoV-2: Fridays for Future sagt Klimastreiks vorübergehend ab und ruft zu Online-Aktivismus auf

Mit über 200 Infizierten ist das Corona-Virus nun auch in Österreich angekommen. Während der Erreger für Menschen mit intaktem Immunsystem relativ ungefährlich ist, sind ältere oder immunschwache Menschen einem größeren Risiko ausgesetzt. Das Organisationsteam von Fridays for Future Österreich reagiert präventiv und sagt vorübergehend die Klimastreiks ab.

Um einer weiteren Verbreitung von SARS-CoV-2, bekannt als Corona-Virus, entgegenzuwirken, bezieht die Klimabewegung Stellung. “Wir wollen Verantwortung übernehmen und unseren Beitrag zur Eindämmung der Epidemie leisten. Wir reagieren auf diese Krise so, wie wir es von Entscheidungsträger*innen auch in der Klimakrise verlangen und hören auf den Rat von Expert*innen. Daher setzen wir die freitäglichen Klimastreiks in ihrer jetzigen Form vorübergehend aus.” Wir wollen keine Panik hervorrufen oder Ängste verstärken, sondern konstruktiv dazu beitragen, die Infektionswelle zu begrenzen. Es gibt genug Möglichkeiten, per Online-Aktivismus weiter präsent zu bleiben. Die Klimakrise muss in der öffentlichen Agenda präsent bleiben. FFF-Gruppen in anderen europäischen Ländern gehen ähnlich vor.

Klimastreiks wegen Corona vorübergehend abgesagt

Am Mittwoch, 11. März ist ein Erlass der Bundesregierung zu Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus in Kraft getreten. Dieser beinhaltet Einschränkungen bei größeren Veranstaltungen und gilt auch für Demonstrationen. Fridays for Future ruft dazu auf, dem Erlass Folge zu leisten. Darüber hinaus hat sich das Organisationsteam auch bereit erklärt, vom Erlass nicht betroffene Veranstaltungen aufgrund der Ansteckungsgefahr abzusagen, wie zum Beispiel geplante Podiumsdiskussionen. Dieser Entscheidung liegt auch zugrunde, dass Menschen zwischen 14 und 30 Jahren Hauptüberträger des Virus sind, da sie am meisten Sozialkontakte haben. Als von der Jugend ausgehende Bewegung übernehme Fridays for Future laut Mitorganisator Laurenz Faber (18) Verantwortung, “so wie wir es uns in der Klimafrage auch von den anderen Generationen erwarten. Sobald sich die Lage wieder entspannt, werden wir umso lauter sein und unser Recht auf Zukunft auf der Straße einfordern”.

Online-Klimastreik während Budgetverhandlungen

Neben den Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus weisen die Klimaaktivist*innen darauf hin, dass Politik und Wirtschaft die Klimakrise weiterhin nicht als Krise behandeln würden. Auch in Zeiten des Corona-Virus dürfen Maßnahmen gegen die globale Erwärmung nicht aufgeschoben werden. Nicht zuletzt, da die Klimakrise neben humanitären Aspekten auch eine große gesundheitliche Bedrohung für die Menschheit darstellt, fordert die Bewegung weiterhin ambitionierte Klimapolitik. “Wir wollten eigentlich am Freitag demonstrieren, um während den Budgetverhandlungen genug Geld für Klimaschutz zu einzufordern. Auch wenn wir jetzt nicht auf die Straße gehen, bleibt unsere Forderung gleichermaßen wichtig. Deswegen rufen wir alle für diesen Freitag, den 13. März, zum #NetzstreikFürsKlima auf. Um teilzunehmen, macht ein Foto von euch mit einem Schild oder einem Blatt Papier, auf das ihr eure Forderung zum Klimaschutz schreibt. Dann postet ihr das Bild auf den sozialen Netzwerken und markiert Finanzminister Blümel. Wir werden trotz Corona präsent sein!”, so Laurenz Faber (18) von Fridays For Future.

Alternative Protestform für den Großstreik am 24. April geplant

Aufgrund der aktuellen Situation wird der geplante Großstreik am 24. April nicht in der angedachten Form einer Massendemonstration stattfinden. Wir tragen alle Verantwortung und müssen unseren Beitrag zur Eindämmung der Epidemie leisten, deshalb werden wir für den 24.4. eine alternative Protestform erarbeiten.

Österreichweit werden die einzelnen Regionalgruppen noch abstimmen, wie vgenau orgegangen wird. Alle Updates werden hier auf der Homepage bekannt gegeben.